Nutzungsbedingungen – Struxify B2B Quote & Agent

Fassung 2026-10-24 (Stand 24. Oktober 2026: Abrechnung in Euro für Euro-Shops, sonst in US-Dollar; Kontingente für Chat und KI) · Anbieter: Dávid-Dennis Warning (Struxify), Bürgermeister-Steenbock-Straße 21 a, 24558 Henstedt-Ulzburg, Deutschland · Kontakt: hello@struxify.io

Kurzfassung: Struxify B2B Quote & Agent ist ein Assistenzsystem zur Datenvorbereitung. Die App schlägt Positionen, Mengen und Artikelzuordnungen vor. Sie legt keine verbindlichen Bestellungen an und schließt keine Aufträge ab. Entwürfe entstehen durch den aktiven Klick des Händlers oder – nur wenn der Händler den optionalen Autopilot ausdrücklich aktiviert hat – automatisch bei eindeutig erkannten Anfragen. Der Händler prüft jeden Entwurf vor Versand oder Abschluss und ist dafür verantwortlich. Die optionale Händler-Freischaltung setzt nach den Einstellungen des Händlers Tag, USt-IdNr. und Steuerbefreiung im Shopify-Kundenkonto (Ziffer 2.7).

1. Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese Bedingungen gelten für die Nutzung der Shopify-App „Struxify B2B Quote & Agent“ (einschließlich E-Mail-Eingang, Storefront-Chat, Schnellbestellung und Händler-Freischaltung) durch Händler (nachfolgend „Händler“). Anbieter und Vertragspartner ist Dávid-Dennis Warning (Struxify), Bürgermeister-Steenbock-Straße 21 a, 24558 Henstedt-Ulzburg, Deutschland (nachfolgend „Anbieter“). Die App richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB; ein Vertragsschluss mit Verbrauchern (§ 13 BGB) ist ausgeschlossen. Ergänzend gelten die Bedingungen von Shopify für das App-Ökosystem.

2. Leistungsbeschreibung: Assistenzsystem

  1. Die App ist ein Assistenzsystem zur Datenvorbereitung. Sie wertet Kundenanfragen (Freitext, E-Mail, Chat) mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) aus und schlägt daraus Positionen, Mengen, Einheiten und Zuordnungen zu Artikeln des Händlerkatalogs vor. Jede Position erhält einen Konfidenzwert (0–100); Werte unter 90 werden als Warnung markiert.
  2. Die App legt Angebote als Entwurfsbestellungen (Draft Orders) in Shopify an, löst keine Zahlungen aus und versendet Angebote nur auf aktiven Klick des Händlers („Als Angebot senden“). Ein Entwurf wird nur dann zur Bestellung, wenn der Kunde das Angebot ausdrücklich annimmt (Annahme-Seite über Link/QR-Code oder E-Mail mit gültigem Prüfcode) und der Händler in den Einstellungen die Option „Bestellung auf Rechnung anlegen“ gewählt hat; die Bestellung entsteht dann mit ausstehender Zahlung. Der Händler kann stattdessen die Weiterleitung zum Checkout oder das bloße Vermerken der Annahme wählen.
  3. Standardmäßig entsteht ein Entwurf nur auf aktiven Klick des Händlers („Angebot erstellen“); Anfragen aus E-Mail und Chat werden zur Prüfung vorgelegt.
  4. Optionaler Autopilot: Aktiviert der Händler den Autopilot in den Einstellungen ausdrücklich, legt die App für Anfragen aus E-Mail und Chat automatisch einen Entwurf an, sofern jede Position einen verfügbaren Artikel hat und mindestens die vom Händler gewählte Konfidenz (90 oder 95) erreicht. Andernfalls wird die Anfrage zur Prüfung vorgelegt. Auch automatisch angelegte Entwürfe prüft der Händler vor Versand oder Abschluss (Ziffer 3); Kunden erhalten vorher keinen Bezahl-Link. Der Autopilot kann jederzeit abgeschaltet werden. Hat der Händler die Funktion „Gratis-Muster“ aktiviert, fügt die App Entwürfen ab dem eingestellten Bestellwert automatisch eine Position aus dem Ladenhüter-Pool mit 100 % Rabatt hinzu (gekennzeichnet als „Gratis-Muster“). Der Händler prüft diese Position wie jede andere vor Versand (Ziffer 3) und kann sie entfernen.
  5. Die Vorschläge der App sind unverbindlich. Die App schuldet keinen bestimmten Erfolg, insbesondere keine fehlerfreie Erkennung oder Zuordnung.
  6. Rabattverhandlung im Chat: Bittet ein Kunde im Storefront-Chat um Rabatt, nennt der Assistent ein Gegenangebot innerhalb der vom Händler eingestellten Grenzen (höchster Rabatt, Zielmarge, Gratis-Muster). Diese Funktion ist voreingestellt abgeschaltet und kann in den Einstellungen aktiviert werden. Die genannten Konditionen sind Erklärungen des Händlers gegenüber seinem Kunden; verbindlich werden sie erst mit dem vom Händler geprüften Angebot (Ziffer 3). Der Händler prüft die Grenzen vor Aktivierung der Funktion und trägt die Verantwortung für die daraus entstehenden Zusagen.
  7. Händler-Freischaltung: Aktiviert der Händler das Modul, prüft die App die USt-IdNr. eines Kunden beim EU-System VIES und setzt – nach den Einstellungen des Händlers auch automatisch – im Shopify-Kundenkonto Tag, USt-IdNr., Steuerbefreiung und Firmenzuordnung. Ob die Voraussetzungen einer steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferung im Einzelfall vorliegen (§ 6a UStG, Belegnachweise), prüft allein der Händler; die App ersetzt diese Prüfung nicht. Der Händler kann die automatische Freischaltung abschalten und jede Freischaltung rückgängig machen.

3. Grenzen der KI – Prüfpflicht des Händlers

  1. KI-Systeme können Fehler machen. Dazu gehören insbesondere erfundene oder falsch verstandene Angaben („Halluzinationen“), falsch erkannte Mengen oder Einheiten, falsche Zuordnungen von Artikelnummern (SKU) oder Varianten sowie abweichende Preise (z. B. durch B2B-Preislisten, Rabatte, vom Assistenten genannte Gegenangebote oder veraltete Katalogdaten).
  2. Der Händler ist verpflichtet, jeden Entwurf vor dem Anlegen und vor dem Versand an Kunden vollständig zu prüfen – insbesondere Artikel, Artikelnummern, Varianten, Mengen, Einheiten, Preise und Kundenzuordnung. Positionen mit Warnung muss der Händler einzeln bestätigen.
  3. Mit dem Klick auf „Angebot erstellen“ oder „Als Angebot senden“ – bzw. mit der Aktivierung des Autopiloten für die dadurch angelegten Entwürfe – macht sich der Händler den Inhalt zu eigen und übernimmt die alleinige Verantwortung für die Richtigkeit der Daten sowie für alle Erklärungen gegenüber seinen Kunden. Das gilt auch für Bestellungen, die aus der Annahme eines gesendeten Angebots durch den Kunden entstehen; der Prüfcode stellt lediglich sicher, dass der angenommene Inhalt dem aktuellen Entwurf entspricht.

4. Haftung

  1. Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die darauf beruhen, dass von der App vorgeschlagene Daten – insbesondere durch KI-Ungenauigkeiten, Halluzinationen, falsche Mengen oder falsches SKU-/Artikel-Matching – fehlerhaft sind und der Händler sie übernommen hat. Die Prüfung und Freigabe liegt allein beim Händler (Ziffer 3).
  2. Im Übrigen haftet der Anbieter bei leichter Fahrlässigkeit nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), und zwar begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, höchstens auf die vom Händler in den zwölf Monaten vor dem Schadensereignis für die App gezahlten Entgelte. Die Haftung für mittelbare Schäden und entgangenen Gewinn ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
  3. Die vorstehenden Beschränkungen gelten nicht bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei arglistig verschwiegenen Mängeln, bei Übernahme einer Garantie sowie bei zwingender Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz.

5. Freistellung

Der Händler stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter (insbesondere seiner Kunden) frei, die darauf beruhen, dass der Händler von der App vorbereitete Daten ohne ausreichende Prüfung verwendet hat, soweit der Anbieter dies nicht nach Ziffer 4.3 zu vertreten hat.

6. Verfügbarkeit, Aktualisierungen und Drittanbieter

Die App nutzt Dienste Dritter (u. a. Shopify, Google Gemini, E-Mail-Versand). Eine ununterbrochene Verfügbarkeit wird nicht zugesagt. Für Ausfälle oder Änderungen dieser Dienste haftet der Anbieter nur nach Ziffer 4. Der Anbieter hält die App während der Vertragslaufzeit funktionsfähig und stellt Sicherheits- und Funktionsaktualisierungen bereit; über wesentliche Änderungen informiert er in der App.

7. Datenverarbeitung

Kundenanfragen werden zur Erstellung der Vorschläge verarbeitet und dazu an den KI-Dienst übermittelt. Soweit der Anbieter personenbezogene Daten der Kunden des Händlers verarbeitet, geschieht das im Auftrag und nach Weisung des Händlers (Art. 28 DSGVO). Dafür gilt die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV), die mit der Zustimmung zu diesen Bedingungen in elektronischer Form geschlossen wird (Art. 28 Abs. 9 DSGVO). Ergänzend gilt die Datenschutzerklärung. Der Händler ist dafür verantwortlich, seine Kunden über den Einsatz der App zu informieren (z. B. in seiner eigenen Datenschutzerklärung). Der Händler hinterlegt im Theme-Editor den Link zu seiner Datenschutzerklärung in den Blöcken Chat, Schnellbestellung und Händler-Freischaltung.

8. Tarife, Testzeitraum und Abrechnung

  1. Die Nutzung der App setzt ein Abonnement voraus. Aktuelle Tarife je 30 Tage: Starter 29 € bzw. 29 USD (100 Anfragen), Pro 79 € bzw. 79 USD (500 Anfragen, 1.000 Kundennachrichten im Storefront-Chat), Business 149 € bzw. 149 USD (2.000 Anfragen, 1.500 Kundennachrichten im Storefront-Chat). Der genaue Leistungsumfang jedes Tarifs ergibt sich aus der Seite „Abo & Kontingent“ in der App.
  2. Jeder Tarif beginnt mit einem kostenlosen Testzeitraum von 14 Tagen. Wird das Abonnement im Testzeitraum beendet oder die App deinstalliert, fallen keine Kosten an.
  3. Early-Access-Aktion: Die ersten 50 Personen, die sich vor dem Start der App im Shopify App Store auf b2b.struxify.io in die Vormerk-Liste eintragen und die Anmeldung per E-Mail bestätigen, erhalten den Tarif Pro für die ersten drei Abrechnungszeiträume nach dem kostenlosen Testzeitraum zum Preis des Tarifs Starter (29 statt 79 € bzw. USD je Zeitraum). Maßgeblich ist die Reihenfolge der Bestätigung. Voraussetzung ist, dass der Shop die App innerhalb von 60 Tagen nach der Start-Benachrichtigung installiert und Pro wählt; die Zuordnung erfolgt über die bei der Vormerkung angegebene E-Mail- oder Shop-Adresse. Der Aktionspreis erscheint in Shopify als befristeter Rabatt und wird dort bestätigt. Danach gilt der reguläre Preis von Pro. Die Kündigung nach Ziffer 9 ist auch während der Aktion jederzeit möglich. Der Aktionspreis gilt einmal je Shop, ist nicht übertragbar und nicht in Geld auszahlbar.
  4. Die Abrechnung erfolgt ausschließlich über Shopify (Shopify Billing API) mit der Shopify-Rechnung des Händlers, in Euro, wenn der Shop in Euro abrechnet, sonst in US-Dollar (jeweils derselbe Betrag), und alle 30 Tage. Der Anbieter erhält und speichert keine Zahlungsdaten des Händlers. Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG und weist keine Umsatzsteuer aus; ergänzend gelten die Abrechnungsbedingungen von Shopify.
  5. Kontingent: Als Anfrage zählt jede Kundenanfrage, die die App als Vorgang anlegt – gleich ob eingefügt, per E-Mail weitergeleitet, aus dem Storefront-Chat oder aus der Schnellbestellung (dort ohne KI-Auswertung). Das Kontingent wird zu Beginn jedes 30-Tage-Zeitraums neu bereitgestellt; nicht genutzte Anfragen verfallen am Ende des Zeitraums. Ist das Kontingent aufgebraucht, werden neue Anfragen bis zum nächsten Zeitraum oder bis zu einem Tarifwechsel nicht ausgewertet. Für den Storefront-Chat gilt ein eigenes Kontingent an Kundennachrichten je Zeitraum (siehe Tarifangaben); ist es erreicht, verweist der Chat Besucher an den Händler. KI-Formulierungen für Rabatt-Antworten sind je Zeitraum begrenzt (Starter 100, Pro 500, Business 1.000); danach erhält der Händler den Vorschlag ohne KI. Zum Schutz vor Missbrauch gelten zusätzlich Tageslimits für Chat, E-Mail-Eingang und Schnellbestellung sowie eine technische Obergrenze für die KI-Rechenleistung je Zeitraum (im kostenlosen Testzeitraum niedriger), die bei üblicher Nutzung nicht vor den genannten Stückzahlen erreicht wird. Eine Nachberechnung über den Tarifpreis hinaus findet nicht statt; ist eine Grenze erreicht, pausiert die betroffene KI-Funktion bis zum nächsten Zeitraum.
  6. Ein Tarifwechsel ist jederzeit auf der Seite „Abo & Kontingent“ möglich und wird sofort wirksam; die Verrechnung übernimmt Shopify. Preisänderungen gelten nur für künftige Abrechnungszeiträume und müssen vom Händler in Shopify bestätigt werden.

9. Laufzeit, Kündigung, Datenexport und Anbieterwechsel

  1. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit ohne Mindestlaufzeit. Der Händler kann jederzeit kündigen – auf der Seite „Abo & Kontingent“ in der App oder durch Deinstallation der App in Shopify. Die Kündigung wirkt sofort; den nicht genutzten Teil des laufenden Abrechnungszeitraums schreibt Shopify anteilig gut. Mit der Deinstallation werden die Daten des Shops gelöscht (siehe Datenschutzerklärung). Das Recht beider Seiten zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
  2. Datenexport und Anbieterwechsel (Verordnung (EU) 2023/2854 – Data Act, Art. 23 ff.): Der Händler kann jederzeit verlangen, mit seinen Daten zu einem anderen Anbieter oder in eine eigene Umgebung zu wechseln oder seine Daten löschen zu lassen. Dafür genügt eine Nachricht in Textform an hello@struxify.io; eine Ankündigungsfrist ist nicht einzuhalten. Der Anbieter stellt die exportierbaren Daten unverzüglich, spätestens innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Anforderung, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format (JSON oder CSV) bereit, unterstützt den Wechsel in angemessenem Umfang, hält die App bis zum Abschluss des Wechsels unverändert verfügbar und wahrt dabei die Datensicherheit. Die bereitgestellte Exportdatei bleibt mindestens 30 Kalendertage abrufbar und wird danach gelöscht.
  3. Exportierbar sind alle Daten, die der Händler eingebracht hat oder die durch seine Nutzung entstanden sind: Einstellungen, Team-Mitglieder mit Verteilung und Zuweisungen, gelernte Zuordnungen (Formulierung → Artikel), Anfragen mit erkannten Positionen, Status und Annahmedaten, Rückfragen und Antworten zum Angebot, Chatverläufe, Ladenhüter-Daten und Freischaltungsanträge – jeweils soweit sie nach den Löschfristen der Datenschutzerklärung noch vorhanden sind. Nicht exportiert werden interne Daten des Anbieters, deren Herausgabe die Sicherheit oder Geschäftsgeheimnisse gefährden würde (Zugriffsschlüssel, Server-Protokolle, gekürzte IP-Hashes, interne Kennungen). Produktkatalog, Kunden, Entwürfe und Bestellungen liegen unabhängig von der App im Shopify-Konto des Händlers und bleiben dort erhalten.
  4. Der Export ist vor der Deinstallation anzufordern, weil der Anbieter die Daten des Shops nach den Vorgaben von Shopify mit der Deinstallation löscht (Ziffer 9.1). Entgelte für Export oder Wechsel werden nicht erhoben. Angaben zum Standort der Infrastruktur, zu den eingesetzten Dienstleistern und zum Schutz vor Zugriffen aus Drittstaaten stehen in der Datenschutzerklärung (Ziffer 5) und in der AVV (Ziffern 5 und 6).

10. KI-Transparenz (Verordnung (EU) 2024/1689, Art. 50)

Die App setzt ein KI-Sprachmodell (Google Gemini) ein. In der App sind KI-erzeugte Entwürfe als solche gekennzeichnet. Der Storefront-Chat weist Besucher darauf hin, dass sie mit einem KI-Assistenten schreiben. Der Händler darf diesen Hinweis im Theme-Editor anpassen, aber nicht entfernen oder so verändern, dass der KI-Einsatz nicht mehr erkennbar ist.

11. Zustimmung und Änderungen

Die Nutzung der App setzt die ausdrückliche Zustimmung zu diesen Bedingungen in der App voraus. Der Anbieter kann die Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft ändern; geänderte Bedingungen müssen vor der weiteren Nutzung erneut bestätigt werden.

12. Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt. Fragen zu diesen Bedingungen: hello@struxify.io. Anbieterangaben: Impressum.